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Bücher & Texte

„Erst in einem Umfeld, in dem Kinder Diversitätsbücher lesen, können andere Kulturen und Menschen als eine Selbstverständlichkeit angesehen werden“

Ndey Bassine Jammeh-Siegel

Artikel

Weiße Autor:innen, Schwarze Figuren

afrokidsgermany October 29, 2023

Was sollte ich als weiße Person beachten, wenn BIPoCs natürlicher Teil meines Figurenensembles sind?

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Eine unvergessliche Begegnung

afrokidsgermany September 19, 2023

Mit meinem Sohn auf den Rücken geschnallt, Kinderwagen in der Hand, stieg ich in den Zug. Mir gegenüber saß ein

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afrokids_germany

Zelebriert Schwarze Kinder & Kids of Color in der #Kinderliteratur - Inspiriert durch zwei Schwarze Mütter #empowerment
#Bücher Werbung|| unbezahlt

Ich habe das Buch “Schach für Kinder“ jetzt schon Ich habe das Buch “Schach für Kinder“ jetzt schon ein paar mal bei anderen Blogger*innen gesehen, wo es wärmstens empfohlen wurde. Da meine Kinder auch gern Schach spielen, habe ich es für sie besorgt. ♟️

Erst wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass sich das Buch für eine Vorstellung bei AfroKids eignet, aber als ich es aufgeschlagen und gesehen habe, dass es von niemand geringerem als James Canty III geschrieben wurde, war ich positiv überrascht und wollte euch das Kindersachbuch des bekannten Schwarzer Schachprofis nicht vorenthalten. 🙌🏽

Das Buch ist kindgerecht, locker und teilweise mega lustig geschrieben und verleiht dem etwas verstaubten Image des Schachspiels einen ganz neuen Vibe. 🤩

Erst werden die Grundlagen erklärt und in die Geschichte des Schachs eingeführt. Dann wird auf die einzelnen Spielfiguren und deren Eigenheiten eingegangen. Später werden dann kleinere Schachrätsel gestellt, die sich graduell im Schwierigkeitsgrad steigern.

Wir lernen etwas über berühmte Schachspieler*innen, unterschiedliche Stile und erfahren jede Menge Fun Facts rund um das Spiel.

Mir gefallen vor allem die witzigen Illustrationen, die sich durch das gesamte Buch ziehen und die Diversität, welche die abgebildeten Personen mitbringen. 

Der Verlag empfiehlt das Buch ab 8 Jahren, ich habe es aber auch schon mit meinem 6-Jährigen gelesen.

Unsere Kinder brauchen Vorbilder in allen möglichen Bereichen des Lebens. Es freut mich sehr, dass sie diese durch dieses großartig gemachte Kindersachbuch nun auch im Schach finden. 👏🏽👏🏽👏🏽

Große Empfehlung für alle Kinder (und Erwachsenen), die Lust haben Schach zu lernen oder ihre Grundlagen zu vertiefen.

 
Own Voices: Ja
Lesealter: Ab ca. 6 Jahren
Text: JAMES CANTY III @gmcanty 
Übersetzung: Michael Schmidt
Illustrationen: Brian Lambert 
Verlag: DK Verlag – Kids, selbst gekauft! 

#unbezahltewerbung
Naneh Sarma lebte in einem kleinen Dorf im Iran un Naneh Sarma lebte in einem kleinen Dorf im Iran und war die Großmutter des Winters. Obwohl sie die kalte Jahreszeit liebte, freute sie sich schon auf die Ankunft des Frühlings, in Form von Onkel Nouruz. Leider verpasste sie ihren alten Freund jedes Jahr aufs Neue. Dieses Jahr sollte es allerdings anders sein, darum lud Naneh Sarma ihre Enkelkinder ein, um gemeinsam alles, für die Ankunft von Onkel Nouruz vorzubereiten. Zuerst putzten sie das Haus von oben bis unten. Anschließend kauften sie auf dem Markt alle möglichen Dinge, die sie für den „Haft-Sin-Tisch“ benötigten, wie Sprossen, rote Äpfel und Essig. Und zum Schluss bekamen alle neue Kleider, eine weitere Nouruz Tradition. Nachdem dann das Festmahl gekocht, der Tisch gedeckt und alles für die Ankunft von Onkel Nouruz vorbereitet war, war Naneh Sarma vom anstrengenden Tag allerdings so erschöpft, dass sie in einen tiefen Schlaf fiel. Ob sie rechtzeitig zur Ankunft von Onkel Nouruz wieder aufwacht oder auch dieses Jahr seine Ankunft verpasst, das dürft ihr gern selbst herausfinden.

Ich habe schon öfter vom Frühlingsbeginn und Neujahrsfest „Nouruz“ gehört, aber was der Feiertag genau beinhaltet und welche zauberhaften Traditionen sich dahinter verbergen, war mir nicht bewusst. 🪻🌼🌸

Durch dieses wunderschöne Bilderbuch ist das jetzt anders. Ich liebe die Heiterkeit, die die Geschichte ausstrahlt und die vielen Details der persischen Kultur, die die Own Voices Autorin und Illustratorin @rashin.kheiriyeh eingeflochten hat.

Die farbenfrohen Illustrationen haben mich ein bisschen an Bücher aus meiner Kindheit erinnert und sofort ein vertrautes Gefühl in mir geweckt. Der Illustrationsstil ist nicht nur witzig, sondern auch fantasievoll und wunderbar unperfekt. Eine willkommene Abwechslung zu den aktuell oft sehr einheitlich wirkenden Illustrationen in vielen Kinderbüchern. 🥰

Willkommen Onkel Nouruz ist ein super herziges Bilderbuch, das die Vorfreude auf den Frühling  weckt, sowie Zuversicht und Hoffnung für einen Neuanfang schenkt. 🫶🏽

Own Voices: Ja
Lesealter: Ab 3 Jahren
Text und Illustration: Rashin Kheiriyeh
Übersetzung: Susanne Seidita
Verlag: @nordsuedverlag , vielen Dank für das Rezensionsexemplar!
Die 17-jährige Kekeli lebt mit ihrer Familie in ei Die 17-jährige Kekeli lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Ort in Süddeutschland. Sie ist relativ angepasst und steht kurz vor ihrem Abi. Doch dann lernt sie Kwame aus ihrer Stufe kennen und ihre Cousine Afi kommt überraschend aus Lomé zu Besuch. Zusammen mit Afi geht Kekeli zu einem Treffen der Pamoja Society, ein Ort der Community für Schwarze Menschen und Kekeli eröffnen sich ganz neue Welten. Da die Pamoja Society eine Förderung für eine Dokumentation über Schwarzes Leben in Deutschland bekommen hat, begeben sich Kwame, sein älterer Bruder Kofi, Afi und Kekeli auf einen Roud Trip nach Berlin, um gemeinsam Filmmaterial zusammenzustellen. Doch Kekeli kommt auf ihrer Reise nicht nur Kwame näher, sondern auch einem Familiengeheimnis auf die Spur. Welches das ist, das dürft ihr selbst nachlesen. 😉

Ich hatte schon viel Gutes über Jessicas Debütroman gehört und daher sehr große Erwartungen. Was soll ich sagen, sie wurden übertroffen. Was für ein Tripp, was für ein Buch. 🙌🏽

Jessica ist es gelungen, mit ganz viel Fingerspitzengefühl die Reise einer jungen Deutsch-Togoerin zu sich selbst zu portraitieren, mit der sich ganz bestimmt viele Afro-Deutsche identifizieren können. Dabei schafft sie es, ganz unterschiedliche Facetten des Schwarzseins in Deutschland abzubilden. Zum einen durch die unterschiedlichen Stationen, die die Vier während ihrer Doku besuchen, von der Geschichte bis hin zur Gegenwart. Aber auch durch die Protagonist*innen, die in ihrer Gemeinsamkeit nicht unterschiedlicher sein könnten.

Jessicas Worte hallen nach. Nicht laut, sondern leise, eindringlich und mit ganz vielen Zwischentönen.

Mit ihrer poetischen und doch nahbaren Erzählweise hat sie es geschafft, Bilder in meinem Kopf zu kreieren und Gefühle zu wecken, die mich ganz tief im Herzen berührt haben. Nicht zuletzt, weil ich mich in vielem was Kekeli und ihre Familie erleben wiedererkennen konnte. Ganz besonders ins Herz geschlossen habe ich Kekelis Vater, zu dem auch Kekeli eine ganz spezielle Verbindung hat.

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Frieda, ihre Schwester Mia und Papi fahren in den Frieda, ihre Schwester Mia und Papi fahren in den Ferien an die Nordsee. Und zwar an den Ort, an dem angeblich mal Käpt’n Langbart seine Piratenschätze versteckt hat. Einer der Schätze soll der Legende nach immer noch irgendwo vergraben sein. Wie aufregend, denn Frieda ist ein riesiger Pirat*innen-Fan und sie nimmt sich fest vor, den Schatz in diesem Urlaub noch zu finden. Aber es gibt noch andere tolle Dinge, auf die sich Frieda freut, wie den Whirlpool im Garten des Ferienhauses und natürlich das Meer. Beim Toben im Watt verliert Frieda leider ihr Pflaster. Ausgerechnet das Schöne mit der Piratin drauf. Als Papi dann mit ihr zur Apotheke fährt, um neue zu kaufen, gibt es weder bunte Piratinnenpflaster noch Pflaster in Friedas Hautfarbe. Auch wenn die mürrische Apothekerin darauf besteht, dass die hellbeigen Dinger „normale Hautfarbenpflaster“ seien. Ob Frieda am Ende noch passende Hautfarbenpflaster für ihren Hautton bekommt und ob sie den Schatz von Käpt’n Langbart findet, das dürft ihr selbst nachlesen.

In der Geschichte gibt es gleich zwei Vielfaltsmerkmale, die ich in Kinderbüchern sehr selten sehe. Erstens handelt es sich um eine Schwarze Familie und zweitens scheint der Vater alleinerziehend zu sein.

Die lebendigen und farbenfrohen Illustrationen tragen einen großen Teil zur Repräsentation bei. Die Hauptprotagonist*innen haben nicht nur unterschiedliche Shades, sondern auch authentische Afro-Hairstyles.

Gelungen finde ich auch den hinteren Teil, in dem Papi, Frieda und Mia das Erlebnis in der Apotheke noch einmal reflektieren. Mithilfe der „Infos für Bezugspersonen“ werden die Lesenden ebenfalls dazu ermutigt, die Situation noch einmal zu kontextualisieren, um es mit den Kindern aufarbeiten zu können.

Die Vorlesegeschichte macht Spaß, ist aus dem Leben gegriffen und könnte genauso, vielen Schwarzen Familien passieren. Schwarze Kinder fühlen sich gesehen und weiße Kinder werden zum Nachdenken darüber angeregt, dass Dinge, die für sie ganz alltäglich sind, für Menschen of Color nicht oder nur schwer zugänglich sind. Daher denke ich, dass dieses Buch in jede Kita gehört und einen wichtigen Impuls für weitere Gespräche bieten kann. 🤎🖤
In dem Buch „Als Mädchen geboren“ geht es um fünf In dem Buch „Als Mädchen geboren“ geht es um fünf unterschiedliche Mädchen aus unterschiedlichen Teilen der Welt:

Kaneila wohnt in einem Dorf in Nepal. Dort gibt es viele gläubige Hinduist*innen, die an Traditionen, wie Chhaupadi festhalten. Das bedeutet, dass Menschen während ihrer Periode als „verflucht“ gelten, aus dem Dorf verbannt werden und isoliert in einer einfachen Hütte leben müssen. Das geht nicht nur mit viel Scham, sondern auch Gefahren einher. Kaneila möchte irgendwann einmal Lehrerin werden und sich dafür einsetzen, die Menstruation zu enttabuisieren. 

Jade wohnt mit ihrer Familie in Frankreich. Ihre Mutter, Ärzt*innen, Klassenkamerad*innen und die sozialen Medien vermitteln ihr immer wieder, dass sie nicht „dünn genug“ sei. Eines Tages fasst sich Jade ein Herz und schreibt ihren Eltern einen Brief, der erste Schritt auf dem schwierigen Weg zu mehr Selbstliebe. 

Mahnoosh kommt aus Afghanistan und weil die Familie außer ihr sechs weitere Mädchen hat, wächst Mahnoosh als Bacha posh (übersetzt: gekleidet wie ein Junge) auf. Da Mahnoosh die Freiheiten, die sie dadurch genießt, nicht wieder aufgeben will, kämpft sie dafür, dass sie auch als Erwachsene irgendwann die gleichen Rechte haben darf, wie Männer. 

Makena kommt aus Kenia und um einer Beschneidung zu entgehen, flüchtet sie gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester in das Frauendorf Tumaï. Die beiden werden nicht nur mit offenen Armen empfangen, sie dürfen dort auch endlich zur Schule gehen, begegnen Role Models und beginnen von einer selbstbestimmten Zukunft zu träumen. 

Luisa kommt aus Mexiko und wird in der Schule und auf der Straße oft von Männern belästigt. Als Luisas Schwester eines Tages verschwindet, ist Luisa schnell klar, dass der Freund ihrer Schwester etwas damit zu tun hat. Da die Polizei in diesem und vielen anderen Fällen männlicher Gewalt nicht reagiert, wendet sich Luisas Familie an einen Verein, der Opfern von Femiziden und deren Angehörige unterstützt. 

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Black History Month steht vor der Tür – und wir wo Black History Month steht vor der Tür – und wir wollen eure Stimmen sichtbar machen!

startet eine Collab mit uns.

Wir möchten eure Veranstaltungen amplifizieren und gemeinsam die Community stärken. 🖤✨

Hugs

Regina & Ndey
„Wenn ich in deine Augen schaue, sehe ich mich sel „Wenn ich in deine Augen schaue, sehe ich mich selbst. Ich bin du und du bist ich.“

Mit diesen Worten beginnt das Bilderbuch „Wir Sind Eins“. Und diese Worte spiegeln gleichzeitig die Ubuntu Philosophie wider, die in der südafrikanischen Zulu und Xhosa Kultur ihren Ursprung hat und sich wie ein roter Faden durch das gesamte Bilderbuch zieht. 

Wir begleiten unterschiedliche Kinder, wie sie ihren Alltag bestreiten. Es gibt reiche und arme Kinder, Schwarze und weiße, Kinder mit und ohne Behinderung. Sie haben unterschiedliche Spiele, Speisen, Sprachen und doch sind sie in ihrem Herzen eins. 

Kindgerecht wird erklärt, wie alles miteinander verbunden ist. Es wird gezeigt, wie man sich selbst schadet, wenn man anderen schadet und wie man für sich selbst sorgt, wenn man sich auch um andere sorgt. 

In dem Buch wird keine zusammenhängende Geschichte erzählt. Vielmehr werden auf jeder Doppelseite unterschiedliche Alltagssituationen dargestellt, die in erster Linie über die Bilder transportiert werden. 

Ich liebe die satten, farbenfrohen Illustrationen. Sie sind nicht nur herzerwärmend schön, es sind auch viele Impressionen der südafrikanischen Heimat der Autorin mit eingeflossen (Marktstände, Spiele, Landschaft etc.). 

Der Text rundet das Ganze ab und vermittelt in kurzen poetischen Sätzen die Botschaft: „Wir gehören alle zusammen“.

In wenigen europäischen Ländern (wie Dänemark) wird in den Schulen neuerdings das Fach „Empathie“ unterrichtet. Wenn wir uns Ubuntu anschauen, sehen wir, dass das kein neuer Ansatz ist und wir alle viel von dieser Jahrhunderte alten afrikanischen Lebensphilosophie lernen können und sollten.

Das Bilderbuch „Wir Sind Eins“ ist ein großes Geschenk für die Seele. Macht es euch selbst und anderen zum Geschenk. Wir können es alle dringend gebrauchen, aktuell mehr denn je. 🫶🏽🫶🏽🫶🏽

 

Own-Voices: Ja
Lesealter: ab ca. 6 Jahren
Text: Refiloe Moahloli
Übersetzung: Fatima Sidibe @africandiva__ 
Illustration: Zinelda McDonald
Verlag: Leykam @leykamverlag , vielen Dank @wolkenlosagentur für das Rezensionsexemplar!

#unbezahltewerbung 
#vielfaltinderklassenbücherei 
#klischeefreiekinderbücher 
#empathieimalltag
Das Buch ist in vier Teile gegliedert, in denen Th Das Buch ist in vier Teile gegliedert, in denen Themen wie „Was ist Pubertät“, „Wie verändert sich dein Körper“, „Wie kannst du dich um deinen Körper kümmern?“ und „Wie kannst du mit dir und anderen in Verbindung treten?“ behandelt werden.  Im Anschluss an jedes Kapitel gibt es immer noch drei optionale interaktive Teile:

1. „Schreiben“, bei dem man ein paar Denkanstöße und Fragen bekommt, die man für sich noch einmal reflektieren kann.

2. „Reden“, hier werden die Kids ermutigt, das Gelesene noch einmal mit einer Bezugsperson aufzuarbeiten oder zu vertiefen.

3. „Machen“, hier gibt es u.a. QR Codes, die zu Videos führen, die sichere Quellen bieten, um sich Inhalte noch einmal anzuschauen oder man wird dazu ermutigt, selbst ins Handeln zu kommen.

Dabei ist das Buch nicht nur mit Fragen und Aussagen echter Teens, sondern auch mit tollen farbigen Bildern bestückt, die den Text sehr auflockern. Die Illustrationen bilden eine Körpervielfalt ab, in der sich vermutlich so ziemlich jedes Kind, egal welche Körperform, Hautfarbe, mit und ohne Behinderung wiederfindet.

Ganz besonders gelungen finde ich auch, dass auf Geschlechterzuweisungen verzichtet wurde und somit auch trans* und nicht-binäre Menschen nicht nur eine Randnotiz, sondern ganz selbstverständlicher Bestandteil dieses Buches sind.

Ich sehe das Buch nicht unbedingt als eines, das man in einem Rutsch durchliest, sondern vielmehr als ein Nachschlagewerk, das Kinder immer mal wieder in die Hand nehmen können, je nachdem, welches Thema sie gerade interessiert. Denn das Buch bietet eine wichtige Alternative zur Internetrecherche, bei der die Kids oft auf fragwürdige Infos stoßen, die mitunter diskriminierend oder überfordernd sein können.

Eine Message, die Kids gerade in der Pubertät und in Zeiten von Social Media nicht oft genug hören können, zieht sich durch das gesamte Buch, nämlich: „Du bist richtig, wie du bist und deine Veränderungen sind richtig, wie sie sind.“ Das finde ich großartig und das ist einer von vielen Gründen, warum ich das Buch unbedingt empfehlen möchte.

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Jina hat ein großes Herz und lebt in Saqqez, einem Jina hat ein großes Herz und lebt in Saqqez, einem Ort in Kurdistan im Iran. Sie liebt es zu tanzen, zu singen und bunte Kleider zu tragen. Jina hat Freude am Leben und genau das bedeutet ihr kurdischer Name: Leben.

Den Männern, die im Iran an der Macht sind, gefällt das alles nicht und sie unterdrücken all das, was Jina Spaß bereitet mit Gewalt. Nicht einmal ihren kurdischen Namen darf sie behalten. Jina sieht nicht ein, dass sie und viele andere Frauen einzig und allein in ihrem Zuhause so sein dürfen, wie sie sind. Darum beschließt sie eines Tages ihr Kopftuch zu lockern, um ihr wunderschönes Haar im Wind fliegen zu lassen, so, wie sie es liebt. Als ein Polizist das sieht und Jina zwingen will, ihr Haar zu bedecken, sagt sie laut NEIN und wird daraufhin verhaftet. Jinas Widerstand startet eine Revolution, die Menschen auf der ganzen Welt inspiriert und mit den Worten Jin, Jiyan, Azadî (Frau, Leben, Freiheit) nach Gerechtigkeit, Freiheit und Hoffnung aufrufen lässt.

Das Buch, das erst auf Englisch und nun auch auf Deutsch erschienen ist, erzählt die Geschichte von Jina Amini. Es gelingt der Autorin dabei, die Unterdrückung der Frauen im Iran, insbesondere der kurdischen Bevölkerung, kindgerecht aufzuzeigen und dabei den Fokus auf Jina zu belassen.

Mir gefällt es vor allem, wie durch das Zusammenspiel von Text und Bildsprache mit wenigen Worten ganz viel gesagt wird. Auf einer Seite sieht man z.B. wie alle Frauen in einem Gleichklang von grauem Stoff verhüllt sind, während die Männer auf der anderen Seite nicht nur bunte Kleidung tragen, sondern auch noch individuellen Hobbys nachgehen. Der Blick von Jina in Richtung der Freiheit, die diese Männer genießen dürfen, sagt mehr als tausend Worte.

Trotz des ernsten Themas verbreitet das Bilderbuch eine hoffnungsvolle Aufbruchsstimmung und ein Gefühl der Selbstermächtigung.

„Jina – Das Mädchen, das Leben heißt“, ein eindrucksvolles Bilderbuch mit unheimlich kraftvollen Illustrationen und einer bestärkenden Message. 

 
Own-Voices: Ja
Lesealter: ab ca. 6 Jahren
Text: Zilan Sarah Kößler @z.sarah.koessler 
Illustration: Clara Gilod @claragilod 
Verlag: @blue.boat.books , selbst gekauft!

#unbezahltewerbung
Femina Sapien nimmt uns mit auf eine spannende Rei Femina Sapien nimmt uns mit auf eine spannende Reise durch die Evolution und das aus einer Perspektive, die viel zu lange gefehlt hat: der der Frauen. Da Buch zeigt, wie sich der Mensch im Laufe der Zeit entwickelt hat und macht gleichzeitig klar, dass Evolution kein Selbstläufer ist. Fortschritt passiert nur dann, wenn sich auch unser Denken und Handeln weiterentwickeln.

Besonders gut gefallen hat mir, wie viel Raum Frauen und Mädchen in der Prähistorie bekommen. Kindern wird hier endlich gezeigt, welche wichtige Rolle Frauen gespielt haben, wie sie ausgesehen haben könnten und wie sie vor vier Millionen Jahren gelebt und überlebt haben. Viele bekannte Fossilien sind tatsächlich weiblich und genau diese Funde nutzt das Buch, um das frühe Leben aus einer weiblichen Perspektive sichtbar zu machen. Die vielen wissenschaftlichen Begriffe machen das Lesen an manchen Stellen etwas anstrengend. Trotzdem schafft es die Autorin, Themen wie Arbeitsteilung, Höhlenkunst, Anatomie, Bestattungsrituale oder den Alltag unserer Vorfahrinnen verständlich und sehr anschaulich zu erklären.

Die Mischung aus kurzen Texten und kreativ gestalteten, comicartigen Illustrationen macht das Buch leicht zugänglich – nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Die Erklärungen sind locker, ohne an Inhalt zu verlieren. Man lernt viel und hat dabei immer wieder kleine Aha-Momente. 

Ein Punkt, den ich mir anders gewünscht hätte, betrifft die Seite „Frauen, die begeistern“. Hier hätte ich mir mehr Sichtbarkeit für nicht-weiße Frauen gewünscht, ebenso wie eine vielfältigere Darstellung wissenschaftlicher Teams insgesamt. Mehr Diversität auf dieser Ebene hätte die Botschaft des Buches meiner Meinung nach noch stärker gemacht und BPoC nicht nur im Zusammenhang mit Funden gezeigt.

Trotzdem ist Femina Sapien ein sehr informatives und liebevoll gestaltetes Buch, das deutlich macht, wie wichtig weibliche Perspektiven für das Verständnis unserer Geschichte sind. Für mich ein tolles Buch für Groß und Klein – inspirierend, lehrreich und wunderschön illustriert.

Lesealter: ab 10 Jahren
Text: Marta Yustos
Illustration: Diego Rodriguez Robredo
Übersetzung: Claudia Koch
Verlag: Midas @midasverlag
Girl Hood, sechs empowernde Kurzgeschichten von se Girl Hood, sechs empowernde Kurzgeschichten von sechs beeindruckenden FLINTA:

# 1: Pree lebt zwischen indischen Hochzeitstraditionen und dem richtigen Timing ihres Coming Outs. Durch die Pride-AG ihrer Uni fühlt sich Pree unter Druck gesetzt, genauso wie durch die Traditionen ihrer Community. Die Geschichte zeigt, wie schwer es manchmal ist mehrere Lebensrealitäten zu jonglieren. Sie gehören zwar alle zu einem, deswegen sind sie aber noch lange nicht immer und in jeder Situation miteinander kompatibel. Doch dann stößt Pree bei einer Hochzeitsfeier auf Nav, eine Person, die beide Welten vereint und Pree bestärkt. Welchen Weg Pree für sich findet, erfahrt ihr in „Das Hochzeitsduell“ von Amani Padda.

# 2: Dessi vermeidet es, ihr eigenes Spiegelbild zu betrachten und das nicht erst seitdem die Jungs in ihrer Klasse eine Bewertungsskala für die Mädchen eingeführt haben. In der Kategorie „Körper“ bekommt Dessi null Punkte und auch sonst muss sie viel fatshaming über sich ergehen lassen. Nachdem sie aus gesundheitlichen Gründen auf Zucker verzichten muss und dadurch abnimmt, bekommt sie viele Komplimente. Die gefallen ihr so gut, dass sie regelrecht in einen Schlankheitswahn hineingezwungen wird. Ob die humorvolle Dessi mithilfe ihres besten Freundes Bo noch einen Weg zu mehr Selbstliebe findet, könnt ihr in „Gereizt“ von Anna Dimitrova nachlesen.

# 3: Nours Freundin kann sich einfach nicht den Text für ihr Theaterstück merken, darum beschließt Nour sie mit einem kleinen Tänzchen aufzumuntern, in den sie den Text einfach mit einbaut. Was Nour nicht mitbekommt ist, dass Keith die Tanzeinlage filmt und auf seinem Social Media Kanal online stellt. Kurz darauf wird Nour zu einem Meme und die 16-jährige gewinnt als „Meme Girl“ an ihrer Schule unfreiwillig an Bekanntheit. Als das Meme dann auch noch viral geht, ist Nour an ihrer Schule nicht mehr sicher und muss sogar eine Zeit lang von zu Hause aus unterrichtet werden. Ob die people pleasende Nour Hilfe findet, um mit dieser herausfordernden Situation umzugehen und lernt, Grenzen zu setzen, erfahrt ihr in „Meme-Girl“ von Basma Hallak. 

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Die Mädchen Ava und Zeyna leben in ein und demselb Die Mädchen Ava und Zeyna leben in ein und demselben Dorf in Westafrika. In Avas Zeit (rund hundert Jahre vor Zeyna) haben sich die Weißen Soldaten überall breitgemacht. Die Erwachsenen werden gezwungen in der Goldmine zu arbeiten, während die Kinder von den Missionarinnen gegängelt werden. Nur die Geschichten, die Ava den anderen Kindern heimlich unter dem großen Affenbrotbaum erzählt, erinnern noch an die „Alte Zeit“.

Zeyna, das weiße Baby, das hundert Jahre später in die Lagune gespült wird, wird nicht von allen im Dorf mit offenen Armen empfangen. Das Kind erinnert die Älteren zu sehr an die Zeit der Weißen Soldaten. Doch schließlich findet sich eine Familie, die das Mädchen aufnimmt und großzieht. Zeyna liebt die Lagune und scheint eine besondere Verbindung zu ihr zu spüren. Nur sie hört die geheimnisvollen Stimmen, wenn sie mit den Fischern auf dem Wasser ist. Doch eines Tages bleiben die Fische aus und die Gerüchte um ein Monster im Meer werden immer lauter. Darum machen sich die Dorfbewohner auf die Jagd. Was es mit dem Monster auf sich hat und ob es eine Verbindung zwischen Ava und Zeyna gibt, das dürft ihr gern selbst nachlesen.

Die Autorin hat es geschafft einen Kinderroman zu schreiben, der nachhallt. Die beiden Erzählstränge sind so verschieden wie die beiden Mädchen und trotzdem auf sehr glaubwürdige Weise miteinander verwoben. Ja, die Verbrechen der Kolonialzeit sind allgegenwärtig und werden nicht verharmlost. Sie bestimmen die Vergangenheit und die Gegenwart aller Menschen in der Geschichte. Durch die Perspektiven der beiden Mädchen erfahren wir jedoch noch so viel mehr. Ada Diagne gelingt es, auf empathische Weise den Alltag, die Glücksmomente, den unermüdlichen Spirit und den Zusammenhalt der Gemeinschaft einzufangen, wie es m.E. nach nur ein „Own-Voices Buch“ schafft.

Nicht nur die Geschichte, sondern auch die Buchgestaltung ist ein echter Schatz, denn der Umschlag und die s/w Illustrationen sind wunderschön.

Ich bin wirklich restlos begeistert von BAOBAB, eine große Bereicherung für den deutschsprachigen Kinderbuchmarkt. 

Own Voices: Ja
Lesealter: ab 12
Text: Ada Diagne
Illustration: @minitta_photography 
Verlag: @leykamverlag
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